Die Industrial Print Integration (IPI), Europas größte Konferenz für industriellen Inkjet-Druck und aufstrebende Drucktechnologien, findet am 24. und 25. November in Neuss statt. Die Veranstaltung bringt Unternehmen und Institutionen zusammen, beleuchtet den Aufstieg des Funktionsdrucks für Elektronik und intelligente Oberflächen, Fortschritte beim Jetten hochviskoser Medien und die Konvergenz von Industriedruck und additiver Fertigung.
Sechs Keynote-Vorträge beleuchten diese Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Bernd Zipper (Zipcon) untersucht, wie KI die Druckbeschaffung und das Lieferkettenmanagement verändert. Eine Kooperation von Axalta, Dürr Systems und Xaar präsentiert ein robotergestütztes Fahrzeuglackiersystem, das digitale Drucktechnologie mit fortschrittlichen Beschichtungsverfahren kombiniert. Jon Harper Smith (Smithers) liefert strategische Marktanalysen, während Jan Schrooten (Antleron) Multimaterial-3D-Druckplattformen für patientenzentrierte biomedizinische Lösungen vorstellt und dabei die Verschmelzung von Drucktechnik und additiver Fertigung aufzeigt. Witold Nawrot (XTPL) präsentiert hochpräzise Dosiertechnologie für Verbindungen im Mikrometerbereich (1 µm), und Johanna Rimböck (EV Group) stellt Inkjet-Lösungen für die nächste Generation von AR/VR-Optiken vor.
Zu den Themen gehören Drucksysteme für den Funktionsdruck auf unterschiedlichsten Substraten, für hochviskose Tinten optimierte Druckkopfdesigns sowie innovative Tintenformulierungen. Darüber hinaus behandelt das Programm die UV-LED-Härtung und IR-Trocknung, den Einsatz von Big Data und KI zur Prozessoptimierung, Nachhaltigkeit, den Direktdruck auf Formkörper, die Plasmabehandlung anspruchsvoller Materialien sowie nachhaltige 3D-Druckverfahren.
Am 23. November findet im Rahmen eines Vorprogramms eine Besichtigung des Epson Experience Centers in Neuss statt; dort werden anhand interaktiver Vorführungen Innovationen in den Bereichen Druckkopftechnologie, Robotik und Automatisierung präsentiert. Zudem umfasst das Programm eine Schulung zu Tintenversorgungssystemen sowie eine Vorschau auf einen Kurs der ESMA Academy zum Thema Inkjet für Anwendungen im Bereich gedruckter Elektronik.
ESMA
Die ESMA ist seit 1990 auf dem industriellen Drucksektor tätig und hat sich als europäischer Verband für Druckhersteller im Sieb- und Digitaldruck zu einer Organisation entwickelt, die den industriellen, funktionalen und Spezialdruck vertritt. Im Laufe der Jahre hat ESMA das Konzept des Knowledge Hub entwickelt, das heute fast 70 europäischen Hersteller-Mitgliedern und Technologiepartnern technologieübergreifendes Fachwissen zur Verfügung stellt.