Michael Caza, einer der „Gründerväter“ der FESPA ist am 23. Mai 2026 im Alter von 90 Jahren verstorben. 1961 war Michel Caza eines von acht Gründungsmitgliedern der FESPA und blieb bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt im Jahr 2014 Vorstandsmitglied der FESPA und bekleidete von 1996 bis 1999 sowie von 2000 bis 2002 das Amt des FESPA-Präsidenten.
FESPA-Präsident Daniel Sunderland drückte seine Anteilnahme aus: „Michel war ein unermüdlicher Innovator, der sich leidenschaftlich für das Handwerk und die Kreativität des Siebdrucks einsetzte. Er glaubte fest an die Kraft, die Druckbranche voranzubringen, indem er Drucker dazu ermutigte, ihr Wissen und ihre Ideen großzügig miteinander zu teilen. Sein unerschütterlicher Glaube an die Kraft der Gemeinschaft, der Zusammenarbeit und der Bildung war einer der Leitgedanken, auf denen die FESPA gegründet wurde, und er spielte über sieben Jahrzehnte hinweg eine grundlegende Rolle für das Wachstum unserer Organisation und unserer Veranstaltungen. Diese Prinzipien bilden auch mehr als 60 Jahre später noch das Fundament der FESPA, wie unser Slogan verdeutlicht: Connect. Inspire. Support. Die weltweite FESPA-‚Familie‘ wird seinen Beitrag niemals vergessen.“
Michel Caza kam Mitte der 1950er Jahre während eines Studentenjobs in Stockholm erstmals mit der Welt des Siebdrucks in Berührung. Er war Inhaber einer Druckerei, Autor von Fach- und Kunstbüchern und erhielt im Laufe seiner Karriere mehr als 350 renommierte Branchenauszeichnungen. Als das Aufkommen digitaler Tintenstrahlverfahren zur Jahrtausendwende von der Siebdruckbranche als existenzielle Bedrohung wahrgenommen wurde, erkannte Caza, dass sich die Technologien ergänzen, und setzte sich für Investitionen in den Digitaldruck ein, was sich 2006 in der Einführung der Veranstaltung „FESPA Digital“ widerspiegelte. Seine technische Kompetenz und seine Entschlossenheit, produktionstechnische Herausforderungen zu meistern, sind in der Siebdruckbranche bekannt und werden ihm neben vielen anderen Innovationen zugeschrieben.