Leipziger Grafikbörse

„Turbulenzen“ ziehen mit der 37. Leipziger Grafikbörse vom 13.11.2022 bis zum 29.1.2023 in das Museum für Druckkunst ein. Zu diesem Thema haben 90 Künstlerinnen und Künstler grafische Arbeiten eingereicht.

Es geht um gesellschaftliche Themen wie Wetter, Klima, Politik oder Wirtschaft, aber auch private, zwischenmenschliche oder gedankliche Turbulenzen. Vieles wühlt auf und alles regt zum Nachdenken an. Dabei bedienen sich die Künstler/innen verschiedener druckgrafischer Techniken und experimentieren auch mit Mischformen. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt des zeitgenössischen druckgrafischen Schaffens in Leipzig und Mitteldeutschland, und ist darüber hinaus ein Beitrag zum Erhalt des Immateriellen Kulturerbes Drucktechnik.

Der Leipziger Grafikbörse e.V. fördert seit 1991 die zeitgenössische Druckgrafik und sorgt mit Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen für deren Sichtbarkeit. Im Museum für Druckkunst gastiert die als Biennale angelegte Ausstellung zu wechselnden Themen bereits zum sechsten Mal. Zur Eröffnung am 11.11.2022 werden der Karl-Krug-Preis (dotiert mit 1.000 Euro), ein Förderpreis (dotiert mit 500 Euro) sowie erstmals der Wolfgang-Schreiner-Stiftungspreis (dotiert mit 1.000 Euro) vergeben. Die erste Leipziger Grafikbörse fand 1972 in der Alten Handelsbörse am Leipziger Naschmarkt statt. Anlässlich des 50jährigen Jubiläums wird es in diesem Jahr eine kleine Sonderpräsentation geben, die einen Blick zurück wirft sowie die Grafik-Edition präsentiert, die anlässlich des Jubiläums entstand.

Das Museum für Druckkunst in Leipzig
Seit seiner Gründung 1994 hat sich das Museum für Druckkunst dem Kulturerbe Drucktechnik verschrieben. Es ist ein lebendiger Ort mit besonderer Werkstattatmosphäre, der auf vier Etagen mit rund 100 funktions- fähigen Maschinen und Pressen 550 Jahre Druck- und Mediengeschichte präsentiert. Es bewahrt, pflegt und vermittelt die künstlerischen Drucktechniken des Hoch-, Tief- und Flachdrucks, die im Bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission gelistet sind. Ansässig ist das Museum in einem denkmalgeschützten Gebäude im ehemaligen Industrieviertel Leipzig-Plagwitz. Das vierflügelige Haus blickt auf eine über 100jährige Tradition als Druckerei zurück und beherbergt damit eine der letzten historischen Druckwerkstätten in Leipzig. Der grundlegende Bestand des Museums geht zurück auf die Sammlung Schumacher Gebler, die ein einmaliges Ensemble an Druckmaschinen, Bleilettern und Schriftmatrizen umfasst.

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