Marabu und Koenig & Bauer

Aufwendige Designs und Personalisierung zu kostengünstigen Preisen sind die Stärken des Digitaldrucks. Für die Herstellung verschiedener Glasformen und Designs traf dies bisher nicht zu. Grund dafür sind die komplexen und kostenintensiven Glaswerkzeuge, in die das flüssige Glas gegossen und geformt wird. Marabu und Koenig & Bauer haben eine innovative Lösung entwickelt, um dieses Problem zu beheben. Damit bietet sich der glasverarbeitenden Industrie eine attraktive Alternative zum traditionellen Embossing-Verfahren.

Der Herstellungsprozess haptisch aufwendig dekorierter Gläser ist mit vielen Druckvorstufen und einem hohen Energieaufwand durch die Glashütten verbunden. Kleinstserien sind bisher sehr teuer. Das liegt daran, dass für jeden Glasgegenstand mit haptischer Dekoration eine eigene Form gefertigt werden muss. Die Fertigung ist zeitintensiv und benötigt einen hohen Planungsaufwand. Gegenstände, die so produziert werden, durchlaufen das sogenannte Embossing-Verfahren. Für im Trend liegende individualisierte Produkte aus Glas, wie sie beispielsweise in der Parfümerie, im Bereich der Getränkeindustrie durch Winzergenossenschaften, Spirituosenhersteller und Brauereien derzeit stark nachgefragt werden, war Embossing bisher ein zielführendes Verfahren.

Präzisionslack erfüllt alle Anforderungen
Marabu und Koenig & Bauer bieten dafür nun eine innovative Lösung mittels des Inkjet-Druckverfahrens auf Glas. Individualisierte Glaskörper aller Art können im Direktdruckverfahren, vom Einzelstück bis zu industriellen Großmengen, realisiert werden. Dabei gibt es keinerlei Qualitätseinbußen. Die Konturenschärfe übertrifft die klassisch gefertigten Embossingformen deutlich. Durch einen präzisen Lack- oder Farbauftrag können feinste haptische Strukturen im Singlepass auf den Koenig & Bauer Druckanlagen der Maschinenfamilien „Kammann K15“ und „K20“ aufgetragen und entsprechend gehärtet werden. Auch großflächige Druckverläufe sind möglich, wie sie unter anderem bei Marken­logos erwünscht sind. Neben haptischen ­Effekten sind auch Kombinationen mit farbigen Elementen möglich, sodass haptische mit visuellen Effekten kombiniert werden können. Alle Druckstufen sind in den Anlagen vollumfänglich integriert. Servomotorische Bewegungen des zu bedruckenden Objekts, sowie des Druckwerks selbst, ermöglichen die Abwicklung und Dekoration beliebiger Glasformen. Die Lackentwicklung erfolgte in enger Abstimmung zwischen den Kooperationspartnern Koenig & Bauer und Marabu. Dadurch wurde Marabus Produktneuheit bestens auf den Druckprozess abgestimmt. Dekorierte Glasgegenstände haben in der Entwicklungsphase alle normerfüllenden Standards, wie Spülmaschinen- und Chemikalien­beständigkeit und den Abriebtest ausgezeichnet bestanden, sodass dieser unkomplizierte Druckprozess eine attraktive Alternative zum herkömmlichen Embossingverfahren ist. Der Präzisionslack erfüllt die gegebenen Anforderungen der Spülmaschinenbeständigkeit: 500 Zyklen in der industriellen Spülmaschine und 50 Zyklen bei Haushaltsgeräten.

Die Produktneuheit ist ein Lack, der speziell für die Dekoration haptischer Struktureffekte, insbesondere auf Glas, entwickelt wurde. Der präzise Druck ermöglicht aufwendig erscheinende und sehr edel wirkende Designs auf Glaskörpern, in Form eines Flakons, eines Trinkglases oder einer ­Getränkeflasche.

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